BETONBODENANHEBUNG
Rund um die Uhr
Bei der mefro GmbH in Rohrdorf hatte sich in einer Produktionshalle mit Drehautomaten der Hallenfußboden auf der gesamten Fläche im Mittel um ca. 20 mm gesetzt. In einem Teilbereich war der Hallenboden sogar bis zu 45 mm abgesackt. Dieser Prozess hatte sich über mehrere Jahre erstreckt und sollte im Zuge von Umbaumaßnahmen behoben werden.
Firmeneigene Untersuchungen ergaben Hohlräume von bis zu 55 mm Höhe unter der Bodenplatte. Die gesamte Fläche der 2-teiligen Halle beträgt ca. 2.400 m². Die tragenden Bauteile der Halle wurden über Einzelfundamente im Kies gegründet. Der vermutlich schlaff bewehrte Betonfußboden mit einer Magnesitestrichauflage ist ca. 17-22,5 cm stark und besitzt einen ca. 20-40 cm dicken Kiesunterbau. Der Gründungsboden darunter besteht bis in eine Tiefe von ca. 2,50 m aus feinsandigem, tonigen Schluff, gefolgt von einer ca. 0,65 m mächtigen organischen Tonschicht. Darunter folgt Kies bis in eine Tiefe von ca. 8,70 m unter FF. Die Setzungen wurden wahrscheinlich von der Reduzierung der Wassergehalte in den organischen Schluffen und des teilweise vorhandenen Torfes verursacht.
Betriebsleiter Richard Dalacker wurde mit der Aufgabe betreut, ein geeignetes Sanierungskonzept zu entwickeln. Das URETEK-Verfahren kannte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Somit überzeugte er sich während eines Vor-Ort-Termins mit dem URETEK-Berater von den Vorteilen der Injektionshebetechnik:
- kein Abbau der Drehautomaten
- kein Betriebsausfall
- sofortige Belastbarkeit des Hallenbodens
So kam es dazu, dass mit Hilfe der der FloorLift-Methode die vorhandenen Hohlräume unter dem Hallenboden aufgefüllt wurden, bis der Fußboden wieder überall vollflächig und kraftschlüssig auf dem Untergrund auflag. Im Bereich der Sackungen konnte der Boden durch das Expansionsharz wieder auf das Ursprungsniveau angehoben werden.
Wegen der kurzen Reaktionszeit der Harze und einer millimetergenauen Überwachung durch die Nivellierlaser konnte der ganze Prozess genau kontrolliert und gesteuert werden. Die Injektionsarbeiten wurden zur weitestgehenden Vermeidung von Produktionsausfällen im 2-Schicht-Betrieb rund um die Uhr ausgeführt. Nach 7 Schichten verließen die URETEK-Mitarbeiter die mefro GmbH am späten Samstagnachmittag.







