Wasserrohrbruch erfordert Blitzeinsatz

Wasserrohrbruch erfordert Blitzeinsatz


Das betroffene Wohngebäude liegt im Stadtteil Kohlscheid von Herzogenrath, einer gut 47.000 Einwohner zählenden Gemeinde bei Aachen. Es stammt etwa aus dem Jahr 1920. Infolge eines Wasserrohrbruchs auf der Anliegerstraße kam es zu starken Ausspülungen unter den Fundamenten des Gebäudes sowie zu einer beträchtlichen Durchfeuchtung der Baukonstruktion. Zum Zeitpunkt der Voruntersuchungen zeigten sich zudem starke Risse im Kellerfußboden, der dem Anschein nach nur aus circa zwei Zentimetern Estrich mit Ziegelbelag besteht. Das unterkellerte Wohnhaus wurde vermutlich auf Streifenfundamenten gegründet.

Ein eilig durchgeführtes Bodengutachten des Diplom-Geologen J. W. Josef Breuer brachte folgende Erkenntnisse: Unter den Fundamenten, im oberen Bodenbereich bis etwa 1,10 Meter Tiefe, steht durchweg stark fein- bis feinstkörniges, sehr weiches Material an. Mit zunehmender Tiefe, ab etwa 3,80 Meter unter Oberkante Bürgersteig, nimmt die Konsistenz auf steif zu. Das durch die Leckage austretende Leitungswasser drang im Bereich neben dem Abwasserrohr unterhalb des Kellerfußbodens in die locker gelagerten Verfüllbereiche ein und spülte das fein- und feinstkörnige Bodenmaterial aus. Ein maroder Sickerschacht begünstigte das Eindringen des Wassers. Der Kellerfußboden klang bei Klopfversuchen in großflächigen Bereichen hohl. So war Eile geboten, um den Schaden nicht noch zu vergrößern.

Als Sanierungslösung schlug man eine Auffüllung der vorhandenen Hohlräume mit Hilfe der URETEK-DeepInjection®-Methode vor. Damit sollten die Hohlräume aufgefüllt sowie ein durchgehender Kraftschluss zwischen Fundamentsohle und Baugrund hergestellt werden. Dazu setzten die URETEK-Techniker von außen und vom Keller aus im Abstand von etwa 80 Zentimetern Bohrlöcher mit einem Durchmesser von 16 Millimetern. In diese Bohrlöcher wurden Injektionslanzen bis circa zwei Meter unter die Fundamentsohle geführt. Durch die Lanzen presste man das Zweikomponenten-Expansionsharz in den Baugrund. Die Volumenvergrößerung der Harze bewirkte schließlich eine zunehmende Verdichtung des anstehenden Bodens und eine Auffüllung der durch die Ausspülungen entstandenen Hohlräume.

Da die URETEK-Tiefeninjektionen sehr schnell durchgeführt werden konnten und auch ebenso rasch das gewünschte Ergebnis erzielten, soll im Anschluss an diese Maßnahme auch mit der Sanierung des Nachbargebäudes begonnen werden. Dieses hatte ebenfalls durch den Wasserrohrbruch erheblichen Schaden genommen.

Hohlraumauffüllung und Baugrundverstärkung

Projekt: Wohnhaus Herzogenrath

Umfang / Dauer: 72 lfm Fundament / 5 Arbeitstage

Technischer Berater: André Bähren

PDFDruckenE-Mail

Back Top