Risse in Außenwänden / Einsatz vor der eigenen Haustür

Risse in Außenwänden / Einsatz vor der eigenen Haustür

Auslöser für die Gebäudeschäden war die sehr nahe am Haus stehende Vegetation, die den Baugrund über Jahre ausgetrocknet hatte. Bereits 2004 hatte man Risse in den Außenwänden saniert – 2009 traten sie erneut auf, nun allerdings mit wesentlich größeren Breiten.Das teilunterkellerte Wohnhaus in Rastede nahe Oldenburg war Mitte der Achtziger Jahre auf Streifenfundamenten errichtet worden. Über deren Dimensionierung und Einbindetiefe in den Baugrund ließ sich jedoch keine genaue Aussage treffen. Bereits 2004 hatte man Risse in den Außenwänden, genauer gesagt an der Nordwestecke des nicht unterkellerten Gebäudeteils, verschlossen und eine konventionelle Unterfangung durchgeführt.

 

Im Sommer 2009 öffneten sich die Risse erneut, nun jedoch mit erheblich größeren Breiten. Die daraufhin durchgeführten Bodenuntersuchungen zeigten, dass sich unter den Auffüllungen ab etwa 90 Zentimeter unter Geländeoberkante Geschiebelehm befindet, der ab 1,80 Metern bzw. 2,30 Metern von Lauenburger Ton unterlagert wird. Als Ursache der aufgetretenen Gebäudeschäden vermutete man daher die Austrocknung des Tons durch nahestehende Vegetation. Infolge des Volumenverlustes des Baugrunds entstanden durch Schollenbildung Klüfte und Spalten. Die Baukonstruktion folgte schließlich der Volumenreduktion des Bodens, so dass es zu Rissen und Sackungen von Bauteilen kam. Die gesamte Baustelleneinrichtung befindet sich auf einem Lkw. Bei Anwendung der Uretek-Methoden ist der Einrichtungsaufwand relativ gering.Mit Hilfe der URETEK-Deep-Injection®-Methode sollten die vorhandenen Hohlräume aufgefüllt, der Baugrund verstärkt und damit der durchgehende Kraftschluss zwischen Fundamentsohle und Baugrund auf einer Länge von 14 Metern wieder hergestellt werden.

 

Weiterhin strebte man eine Anhebung der Fundamente in Richtung ihrer Ausgangslage an, jedoch nur soweit wie für das Bauwerk verträglich. Um weitere Schäden an der Bausubstanz zu verhindern, sollten Bäume und Büsche im Schadensbereich, darunter mindestens vier Tannen, entfernt werden. Dank der extrem kurzen Reaktionszeit der Harze und der millimetergenauen Überwachung durch Nivellierlaser ließ sich der gesamte Prozess genau kontrollieren und steuern. Der am Bauteil befestigte Laserempfänger registrierte jede kleinste Ausweichbewegung von Baukonstruktion und Umgebung. Somit erbrachte er zuverlässig den Nachweis für den Zuwachs der Untergrundtragfähigkeit unter der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Belastung.

 

Rissen in Außenwänden

 

BUs:
1 + 2 Auslöser für die Gebäudeschäden war die sehr nahe am Haus stehende Vegetation, die den Baugrund über Jahre ausgetrocknet hatte. Bereits 2004 hatte man Risse in den Außenwänden saniert – 2009 traten sie erneut auf, nun allerdings mit wesentlich größeren Breiten.


3 Die gesamte Baustelleneinrichtung befindet sich auf einem Lkw. Bei Anwendung der Uretek-Methoden ist der Einrichtungsaufwand relativ gering.

 

 

Baugrundverstärkung und Fundamentanhebung

 

Projekt: Mehrfamilienwohnhaus Rastede

 

Umfang / Dauer: 14 lfm Fundament / 1,5 Arbeitstage

 

Technischer Berater: Dipl.-Ing. (FH) Jens Gnauck

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