Baugrundverbesserung durch Injektionsverfahren
DeepInjection-Methode: Die Tiefeninjektion zur Baugrundverstärkung
Baugrundverbesserungen sind oftmals unausweichlich. Die Ursache von Mauerwerksrissen liegt oft nicht in der Konstruktion des Fundaments, sondern muss eher im Untergrund gesucht werden, auf dem das Fundament ruht. Hier muss nachträglich eine Baugrundverbesserung durchgeführt werden.
Ein vor mehr als 15 Jahren entwickeltes Injektions verfahren für Gebäudegründungen, die DeepInjection-Methode, steht für eine zerstörungsfreie Sanierung der Gründung bzw. Stabilisierung des Baugrundes. Dabei werden stark expandierende Spezialharze in den Baugrund injiziert. Auf diese Weise kann eine Baugrundverbesserung bewirkt werden.
Die Anwendungsmöglichkeiten des Injektionsverfahrens:
- Baugrundverbesserung unter Fundamenten,
- Verdichtung locker gelagerter Böden,
- Anhebung abgesackter Fundamente.
Ein kurzer Film zeigt die DeepInjection-Methode in der Praxis:
Baugrundverstärkung und Anhebung eines Wohnhauses
Die Technik des Injektionsverfahrens
Die Baugrundverbesserung mit der DeepInjection-Methode wird in drei Schritten erzielt:

| Bohren: Es werden Löcher mit einem Durchmesser von 14 mm durch die Fundamentsohle gebohrt. Bei Bodenschichten bis ca. 3 m Tiefe wird zumeist entlang der Fundamente gebohrt. In diese Bohrlöcher werden die Injektionslanzen eingeführt. |
| Injizieren: Die Injektionspistole wird an die eingeführte Injektionslanze angeschlossen. Das Zweikomponenten-Harzsystem wird zielgerichtet in die am stärksten belasteten Schichten injiziert. In kurzer Zeit expandieren dort die zwangsgemischten Komponenten. |
| Expandieren: Das Expansionsharz dehnt sich sekundenschnell aus. Die Expansion geschieht in Richtung des geringsten Widerstands, also genau dort wo die Verdichtung am stärksten erwünscht ist. Schon nach wenigen Minuten sind mehr als 90 % der Endfestigkeit erreicht. Die Ausdehnung des Harzes ist abgeschlossen. Sobald der Untergrund ausreichenden Widerstand gegen die auftretenden Expansionskräfte bietet, ist nur noch eine Ausweichbewegung nach oben möglich. Diese wird mit Laserempfängern registriert. Damit ist nachgewiesen, dass das Tragvermögen des injizierten Bodens erheblich verbessert wurde. |
Geotechnische Rahmenbedingungen
Grundleitungsüberwachung
Vorteile des Injektionsverfahrens
Keine Belästigung:
Bei der Baugrundverbesserung sind Räumungs- oder Grabungsarbeiten praktisch nicht notwendig – also: keine Belästigung durch Staub, Schmutz oder Lärm. In den meisten Fällen beträgt der Zeitaufwand für eine Arbeit nicht mehr als ein oder zwei Tage.
Unmittelbares Ergebnis:
Die verwendeten Grundstoffe können die Tragfähigkeit des Bodens schnell und effektiv steigern. Die Expansionsharze üben auf die zu stabilisierenden oder anzuhebenden Objekte einen aufwärts gerichteten Druck von bis zu 50 t/m² aus. Das Ergebnis der Baugrundverbesserung ist mittels Laserkontrolle direkt sichtbar.
Hohe Produktivität:
Der Zeitaufwand ist relativ gering. Pro Tag ist die Stabilisierung von 8-12 laufenden Metern Fundament möglich.
Wiederherstellen der Lastabtragung:
Das verwendete Verfahren sorgt für die Wiederherstellung der gleichmäßig verteilten Belastung erdgegründeter Fundamente. Vorteilhaft ist auch, dass bei dieser Methode der Baugrundverbesserung der Elastizitätsmodul des Injektionsharzes mit dem des Untergrundes harmoniert.
Erfahrung:
In Deutschland sind seit 1994 bereits tausende von Arbeiten mit der URETEK-DeepInjection-Methode ausgeführt worden. Sie profitieren aber auch von der mehr als 30-jährigen weltweiten Anwendung.






