BODENARTEN: SCHLUFF

 Schluff ist eine Bodenart, die aus sehr feinem verwittertem Gestein besteht, wie zum Beispiel Quarz oder Feldspat oder anderen Sedimenten. Schluff besitzt eine Körnung von 0,063 mm – 0,002 mm.
Die Abbildung zeigt Bodenarten und Körnungen. Der abgedunkelte Bereich steht für Schluff und dessen Vorkommen.

Schluffböden neigen stark zur Verdichtung

So etwas wie hier sollte nicht passieren wenn bei der Planung und Organisation von Baustellen beachtet wird, dass Schluff sehr empfindlich gegenüber Wasserzutritt ist.
Eine Abdeckung mit Kies-Sand verhindert die Volumenvergrößerung und Aufweichung von Lehm.
Die Abbildung zeigt das Ergebnis einer Versuchsinjektion in einem Lehmboden (Schluff-Sand-Gemisch) nach dem Freilegen.

Es ist gut vorstellbar, dass ein solches Gerippe während der Injektionen entstandener, kreuz und quer verlaufender Harzlamellen die Scherfestigkeit des Bodens und damit die Tragfähigkeit erheblich verbessert

Mit der Bezeichnung „Schluff“ können vermutlich nicht viele etwas anfangen. Zugegebenermaßen gibt es diesen Boden, der nur über seine Korngröße, nämlich zwischen Sand und Ton definiert ist, in der Natur nur sehr selten ganz eigenständig.

In den meisten Fällen tritt Schluff gemischt mit Sand und/oder Ton auf. Diese Mischung ist uns als „Lehm“ bekannt.

Man hat ein anschauliches Bild vor Augen, wenn man an seinen letzten Spaziergang oder eine Wanderung nach einem Regen im lehmigen Boden denkt. Der Lehm klebt an den Schuhen und an der Kleidung und wenn er eingetrocknet ist, bekommt man ihn kaum wieder weg. Man kann auch feststellen, dass dieser Boden durchaus auch fest ist, ja richtig hart wird, wenn es länger trocken ist.

Er kann sehr schnell seine Konsistenz von fest zu breiig wechseln, wenn seine Oberfläche zum Beispiel ungeschützt Niederschlägen ausgesetzt ist oder der Boden sogar friert und nachher wieder auftaut.

Was kann man dagegen machen, dass Regen eine Baugrubensohle im Lehm aufweicht?

Ein bewährtes Mittel ist das Abdecken des Bodens unmittelbar nach dem Aushub – oder zumindest der freigelegten Fläche am Ende eines Arbeitstages.

Womit? Nun, zum Beispiel mit 20 Zentimeter Kies-Sand. Man könnte meinen, da käme das Wasser doch auch durch. Der Trick ist nämlich nicht das Abdichten gegenüber dem Niederschlagswasser, sondern die aufgebrachte Belastung auf dem Planum, die verhindert, dass der Boden sein Volumen vergrößern kann und damit aufweicht.

Die Tragfähigkeit von Lehm ist für „normale“ Wohnhäuser durchaus ausreichend, was bedeutet, dass die Setzungen dieses Bodens in der Regel ohne Schaden aufnehmbar sind. Wenn aber, zum Beispiel im Fall einer Aufstockung, größere Tragfähigkeit des Bodens erforderlich ist, dann kann der Lehmboden unterhalb der Fundamente zum Beispiel durch Injektionen mit Expansionsharz (URETEK-DeepInjection) verbessert werden.

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