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Rammkernsondierung

Als Rammkernsondierung oder auch Kleinbohrverfahren genannt, werden sämtliche Bohrverfahren mit einem Bohrlochdurchmesser zwischen 30 und 80 mm bezeichnet. Sie sind nur für Baugrunduntersuchungen in Sand und feinkörnigen Böden geeignet.

Wie funktioniert eine Rammkernsondierung?

Die Probenentnahme erfolgt mit dem Schlitzentnahmegerät. Das besteht aus einem Rohr mit einem vertikalen Schlitz und einem Schuh mit scharfer Schneidekante am unteren Ende. Mit diesem Gerät werden die Proben durch Eindrücken, Schlagen oder Rammen in den Boden gewonnen.

Was sind die Vorteile einer Rammkernsondierung?

Für „kleine“ Bauvorhaben wie Wohngebäude und wenig anspruchsvolle Industriegebäude sind Rammkernsondierungen zurzeit das am meisten angewendete Erkundungsverfahren. Es ist schnell, ohne großen maschinellen Aufwand realisierbar und bringt im Regelfall hinreichend aussagekräftige Ergebnisse. Wenn größere Erkundungstiefen erforderlich sind oder der Baugrund grobkörniger Lockerboden oder Fels ist, sind andere Bohrverfahren zu wählen. Die Bodenproben aus Rammkernsondierungen sind für einfache bodenmechanische Versuche und auch für chemische Untersuchungen geeignet. Rammkernsondierungen sind damit das Regelbohrverfahren für einen Großteil der einfachen Bauvorhaben.