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Tiefgründung

Die Aufgabe der Gründung ist es, die Bauwerkslasten sicher in den Baugrund abzuleiten. Wenn die Bodenschichten unmittelbar unterhalb des Bauwerks ausreichend tragfähig sind, ist eine Flachgründung in der Regel die ökonomischste Variante einer Gründung. Bei schlecht tragfähigem Untergrund sind Tiefgründungen nötig, um die Lasten in tiefere Bodenschichten einzuleiten.

Wann ist eine Tiefgründung erforderlich?

Eine Tiefgründung durch Pfähle, Brunnenfundamente oder Ähnliches kommt zum Einsatz, wenn eine tragfähige Schicht im Boden erst in größerer Tiefe besteht. In einigen besonderen Fällen kommen bei Tiefgründungen auch sogenannte Mischformen zum Einsatz, bei denen beispielsweise hochbelastete Bereiche tiefgegründet werden, der Rest des Gebäudes jedoch auf einer Flachgründung ruht.

Die Lastübertragung auf eine tiefliegende tragfähige Schicht im Baugrund wird im Allgemeinen über Pfähle bis ca. 30 m (Pfahlgründung) oder aber über Brunnenfundamente (bis ca. 5 bis 8 m) beziehungsweise Magerbetonsäulen (maximal 5 m Tiefe) vollzogen. Für eine Pfahlgründung können Gründungspfähle aus Beton sowohl als Ortbetonpfahl oder Pfahl aus Fertigbeton errichtet werden.