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URETEK unterstützt UdK-Experiment

Eine vor dem Verfall stehende Scheune im Landkreis Prignitz in Brandenburg war Schauplatz eines 3D-Experiments des Instituts für Architektur und Städtebau an der Universität der Künste Berlin. Das URETEK-Verfahren kam dabei auch zum Einsatz.

Eine verlassene Scheune auf einem Grundstück in Wentdorf bei Wittenberge bildete den Ausgangspunkt, um die Auffassung eines Gebäudes als Gebautes in Richtung des Bauens zu hinterfragen und umzuwenden – im Rahmen einer digitalen Erfassung der Struktur im gegebenen Zustand sowie seiner Verortung in seiner weiteren Konstruktionsgeschichte.

So steht es in der Dokumentation von Frank Bauer zu lesen, dem Projektverantwortlichen aus Berlin. Dahinter steht die Idee, ein Gebäude mittels digitalem Modell in den Urzustand zu versetzen und es über bauerhaltende Maßnahmen wieder in den Idealzustand zu bekommen. Die Projektmacher aus Berlin verstehen das Gebäude als ein dynamisches und flexibles System. Dabei wird der Architekt bewusst nicht als einziger Akteur angesehen – sondern ebenso etwa Bodensetzungen, Witterungseinflüsse oder Konstruktionsmängel, und all diese multipliziert durch die zeitliche Dimension ihres Einwirkens. Die Gebäudehülle wird als zweidimensionale Fläche verstanden, die durch eine Vielzahl von Einflüssen und resultierenden Kräften in die dritte Dimension gezogen wurde.

Deutliche Setzungsrisse im Mauerwerk

Riss im Mauerwerk

Die Ertüchtigung und Anhebung des Fundaments durch die Injektion der Expansionsharze diente dazu, das Gebäude wieder in den Ausgangszustand zu versetzen. Die schlussendlichen Ergebnisse und Vermessungen stehen noch aus, die Projektverantwortlichen zeigten sich nach den Ertüchtigungsarbeiten von URETEK jedoch sehr zufrieden und zuversichtlich. Eine Projektpräsentation mit detaillierten Werten und Ergebnissen wird es mit allen Beteiligten in den nächsten Wochen geben. Spannend war es aber bis jetzt schon allemal und sicher eine Abwechslung für das URETEK-Team, das selten von so vielen externen Personen unter Beobachtung steht.