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Anhebung der Diakonissenkirche in Frankfurt

Ausgangssituation
Schrumpfsetzungen
Umfang/Dauer
ca. 35 lfm Fundament, ca. 50 m² Stahlbetongründungsplatte, ca. 8 Arbeitstage
Einsatzort
60322Frankfurt

Schrumpfsetzungen führen zu Setzungsschäden an Diakonissenkirche

Der Turm des 1959 eingeweihten Kirchenbaus war gesackt und verkippt, Risse innen und außen waren die Folge. Die Ursache war zunächst schwer auszumachen, deshalb vergingen bis zur Sanierung mehr als zehn Jahre.

Die heutige Diakonissenkirche auf dem Areal des Krankenhauses wurde 1959 als Nachfolgerin der im Krieg zerstörten Vorgängerkirche in einem modernen Stil mit Rückgriffen auf romanische Bauformen errichtet. Das Kirchenschiff ruht im Injektionsbereich auf 1,60 Meter tiefen Streifenfundamenten, der unterkellerte Turm gründet auf einer etwa 1,40 Meter mächtigen Stahlbetonplatte in circa 2,80 Meter Tiefe. Die Gebäudeschäden sind beträchtlich: Sackung und Verdrehung des in das Kirchenschiff integrierten Kirchturms mit Rissbildung gegenüber dem Treppenhaus sowie dem Kirchenschiff. Desweiteren an den Anbauten: Horizontalrisse, v-förmig sich öffnende Risse sowie Risse an den traufseitigen Außenwänden. Die Steinzeug-Grundleitungen unter den gesackten Bereichen wurden stillgelegt.

Austrocknungen waren Ursache für die Setzungen

Als Ursache dieser Gebäudeschäden wurden nach einer Baugrunduntersuchung im geotechnischen Bericht großflächige und tief reichende Austrocknungen benannt. In Folge der Volumenreduktion des Baugrunds kam es zu Spannungen in der Konstruktion und dadurch zu Rissen durch die Sackung und Verdrehung der Bauteile. Der Gründungsboden besteht aus Ton bzw. tonigem Schluff, der als steif bis halbfest bzw. halbfest angesprochen wurde. Vermutlich hat die üppige Vegetation im Umfeld der Kirche in den sehr trockenen Sommern der letzten zehn Jahre das im Boden gebundene Wasser erschlossen und dadurch zur Austrocknung und Schrumpfung des Bodens entscheidend beigetragen. Dies bestätigt das Zusatzgutachten eines vereidigten Gartenbau-Sachverständigen.

Abhilfe schaffte die DeepInjection-Methode von URETEK

In einer ersten Bauphase wurden jetzt die maroden Abwasserleitungen umverlegt und die Fundamente des Turms mit Hilfe der DeepInjection-Methode von URETEK neu befestigt. Dabei wurden durch die Injektion des Expansionsharzes Hohlräume unter den Gründungen aufgefüllt, der Baugrund verstärkt und der durchgehende Kraftschluss zwischen Fundamentsohle und Baugrund wiederhergestellt. Es konnten dabei Bauteilhebungen von bis zu 7 Millimetern realisiert werden.

Die Wahl fiel auf das URETEK-Verfahren vor allem aufgrund der sehr kurzen Baustellenzeit (nur 8 Arbeitstage) sowie wegen der geringen Belästigung der Anwohner. Um weitere Schäden an der Bausubstanz zu verhindern, werden die Bäume im Umfeld des Schadensbereichs noch durch tiefreichende Wurzelsperren daran gehindert, in Zukunft weiter den Boden periodisch auszutrocknen.

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