Anhebung und Stabilisierung eines Wohnhauses mit Setzungsrissen
Auf einen Blick
An einem Wohnhaus aus dem Jahr 1984 wurden über mehrere Jahre Rissbildungen festgestellt, verursacht durch klimabedingte Setzungen infolge der Austrocknung schrumpfempfindlicher Lehmböden. URETEK stabilisierte den Baugrund mittels DeepInjection®-Verfahren: Ein spezielles Expansionsharz wurde gezielt unter die Fundamentsohle injiziert, um Hohlräume zu füllen und den Baugrund zu verdichten.
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Minimal-invasives URETEK Verfahren bewahrt ein Einfamilienhaus in der Nähe von Nürnberg vor dem Abriss.
Im Jahr 2025 wurde bei einem Wohnhaus, das im Jahr 1984 errichtet worden war, eine zunehmende Rissbildung festgestellt. Diese Schäden traten über einen Zeitraum von etwa drei Jahren auf und deuteten auf Setzungen der Fundamente hin. Die Risse verliefen diagonal bis horizontal und ließen auf lastunabhängige Sackungen schließen, die durch Bodenentzug unter den Fundamenten verursacht worden waren. In unmittelbarer Nähe des betroffenen Bereichs befand sich bis zum Jahreswechsel 2024/2025 dichter Baum- und Strauchbewuchs, der inzwischen entfernt worden war.
Die Gründung des teilunterkellerten Massivbaus erfolgte auf Streifenfundamenten, die im nicht unterkellerten Bereich etwa 1,0 Meter und im unterkellerten Bereich etwa 2,9 Meter tief eingebunden waren. Der Baugrund besteht aus lehmigen Böden, die als schrumpfempfindlich gelten. Die anhaltende Trockenheit der Jahre 2020 bis 2024 führte zu einer erheblichen Austrocknung des Bodens, was zu einem Volumenverlust und damit zur Bildung von Hohlräumen unter den Fundamenten führte. Diese klimabedingte Bodenaustrocknung wurde durch die geotechnische Untersuchung bestätigt, die eine Gründung in steifen bis halbfesten, ausgetrockneten Tonen nachwies.
Wirtschaftliche und bauwerksverträgliche Sanierung
Zur Behebung der Schäden wurde eine Baugrundverstärkung mit geringfügiger Bauteilanhebung vorgeschlagen. Dabei kam die DeepInjection®-Methode zum Einsatz. Entlang der abgesackten Tragwände wurden im Abstand von etwa 60 bis 80 Zentimetern Bohrlöcher gesetzt. Durch diese Bohrungen wurde ein spezielles Zweikomponenten-Expansionsharz unter kontrolliertem Druck etwa 0,5 Meter tief unter die Fundamentsohle injiziert. Die Harze expandierten nach dem Einbringen, füllten vorhandene Hohlräume auf und stellten den Kraftschluss zwischen Fundament und Baugrund wieder her. Durch die kontrollierte Expansion wurde der Baugrund zusätzlich verdichtet, was zu einer messbaren Hebung der betroffenen Gebäudeteile führte.
Die Arbeiten wurden durch Nivellierlaser millimetergenau überwacht. Zusätzlich wurden Hohlräume unter dem Betonfußboden durch Horizontalbohrungen nachverpresst. Die gesamte Maßnahme umfasste die Baugrundverstärkung unter 22 laufenden Metern Tragwand sowie die Hohlraumverpressung unter etwa 25 Quadratmetern Fußbodenfläche. Die Ausführung der Arbeiten nahm rund 1,25 Werktage in Anspruch.
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