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Baugrundverbesserung der Pfarrkirche St. Nikolaus in Bockenfeld

Objekt
Kirche
Umfang/Dauer
ca. 72 lfm Außenfundament, ca. 20 lfm Innenfundament, ca. 15 Arbeitstage
Einsatzort
91604Bockenfeld

Fundamentale Baugrundverbesserung

Der Kirchengemeinde in Bockenfeld drohte wiederholt der Kirchenschwund. Tief liegende Hohlräume bedrohten die Tragfähigkeit des historischen Gebäudes. Im Laufe der Jahrhunderte konnten auf Grund zu hoher Reparaturkosten bereits zwei Kirchen nicht erhalten werden. Der Pfarrkirche St.Nikolaus sollte dies erspart bleiben: eine Hohlraumverfüllung und Verdichtungsinjektionen sollen helfen. Eine Baugrundverbesserung mit der URETEK-DeepInjection-Methode gibt dem Baugrund der Kirche neue Stabilität.

Bei der Pfarrkirche St. Nikolaus im mittelfränkischen Bockenfeld sind durch den instabilen Untergrund enorme Schäden entstanden. Tief liegende Hohlräume infolge von Gipsauslagerungen und Setzungsrisse gefährden seit 1966 das historische Gebäude . Um das Gotteshaus aus dem 19. Jahrhundert für die Zukunft zu erhalten, wird mit Injektionslanzen ein Zweikomponenten-Expansionsharz zur Baugrundverbesserung unter das Fundament bis tief in den Baugrund injiziert.
Übliche Baugrundverbesserungsmaßnahmen schieden aus geologischen Gründen aus. URETEK lieferte eine schnelle und wirtschaftliche Lösung. Die Baugrundverbesserung musste in zwei Schritten erfolgen. Zunächst wurde zur Baugrundverstärkung der Fundamentuntergrund verdichtet, was zudem das Blockieren von Wasserzutritten in den Gipshorizont bewirkt. Die elastische Bettung des Bauwerks bleibt durch diese partielle Lastumlagerung erhalten. Daraufhin konnte durch weitere Injektionen eine vollständige Verfüllung der aus dem Gips ausgelaugten Hohlräume erfolgen.

Grundstein für das neue Fundament wird gelegt

Im ersten Schritt wurden Bohrlöcher mit einem Durchmesser von jeweils 16 Millimetern gesetzt. Das expandierende Kunstharz wird flüssig und unter kontrolliertem Druck direkt unter die Fundamentsohle gepresst. Durch dieses Verfahren der Hohlraumauffüllung wird locker gelagerter Boden verdichtet und abgesackte Fundamente können angehoben werden.
Der Baugrund wurde nachhaltig verbessert, womit weitere Setzungen verhindert werden. Die instabilen Fundamente werden durch die Baugrundverbesserung wieder voll belastbar. Die URETEK-DeepInjection-Methode ist minimal-invasiv, sodass die Kirchengemeinde von diesen Sanierungsmaßnahmen nicht gestört wird.
Die Injektion der Harze erfolgt ohne Beschädigung der Bodenfließen. Die Bohrlöcher für die Injektionslanzen sind in den Innenräumen entlang der Außenwände gesetzt, sodass sie später nicht weiter auffallen. Laser überwachen die eventuelle Anhebung des Kirchengebäudes millimetergenau. Durch die Polymerisation, d.h. durch die Volumenvergrößerung der Harze, erfolgt die Baugrundverstärkung somit in gezielten Bereichen unter dem Fundament.

Das Fundament erhält Stabilität aus der Tiefe

Im zweiten Schritt wurden zur Baugrundverbesserung in tieferen Ebenen zusätzliche Injektionen zur Baugrundverstärkung gesetzt. Diese erfolgten bis maximal 8,00 m unter der Oberkante des Geländes. Durch die Verdichtung des Fundamentuntergrundes sowie der vollständigen Verfüllung der aus dem Gips ausgelaugten Hohlräume wird eine effiziente Baugrundstabilisierung gewährleistet.
Durch die extrem kurze Reaktionszeit der Expansionsharze war die langzeitbeständige Baugrundverbesserung schnell erreicht. Die effiziente Injektionsmethode schaffte der Kirche ein neues, dauerhaft tragfähiges Fundament. Somit steht die Kirche für die Veranstaltungen der Kirchengemeinde wieder auf einem stabilen Fundament. Das kulturelle und historische Erbe bleibt der Gemeinde dank der Baugrundverbesserung durch URETEK erhalten.