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Baugrundverstärkung mit Bodenverbesserungssäulen bei einem Einfamilienhaus in Edewecht

Umfang/Dauer
5 Bodenverbesserungssäulen, 1,5 Arbeitstage
Einsatzort
26188Edewecht

Fehlende Tiefgründung nachgeholt

Eigenleistungen beim Hausbau mindern die Baukosten und so macht sich mancher kundige Bauherr selbst ans Werk. In diesem Fall wurde aber offensichtlich die Gründung eines Einfamilienhauses nicht ausreichend tief geführt. Mit den Bodenverbesserungssäulen von URETEK wurde das dann aber nachgeholt.

An dem Einfamilienhaus ist es an einer Außenwand zu Setzungen und Rissschäden gekommen. Der betroffene 1,5-geschossige, nicht unterkellerte Gebäudeteil wurde auf Bohrpfählen gegründet. Die Ursache der Setzungen wird auf die Gründung über weichen, nicht ausreichend tragfähigen Torfschichten zurückgeführt. Unterlagert wird der Torf ab ca. 2,30 m unter GOK von mindestens mitteldicht gelagertem Feinsand. Offensichtlich wurden die in Eigenleistung eingebauten Pfähle nicht tief genug geführt, was zum Nachsacken der Baukonstruktion geführt hat. Ohne Maßnahmen zur Gründungsstabilisierung musste mit weiteren Setzungen und Rissen gerechnet werden.

Bodenverbesserungssäulen sollen Außenwände verstärken

Bei einem Ortstermin mit dem Technischen Berater von URETEK wurde besprochen, den Baugrund mittels Bodenverbesserungssäulen aus schnell aushärtendem Expansionsharz (URETEK-HybridInjection®-Methode) unter den lastabtragenden Außenwänden zu verstärken und damit den durchgehenden Kraftschluss zwischen Fundamentsohle und tragfähigem Baugrund wieder herzustellen. Dazu wurden von außen entlang der Außenwand durch die überstehende Bodenplatte im Abstand von ca. 1,50 m Kernbohrungen DN 80 bis Unterkante Gründungssohle gebohrt. Danach wurden die anstehenden Böden im Rammbohrverfahren DN 75 als verrohrte Bohrung mit verlorener Rammspitze durch das Kernbohrloch hindurch bis auf die erforderliche Tiefe (ca. 3,00 m unter Ansatzpunkt) aufgefahren. Vor Ziehen der Verrohrung wurde in jedes Bohrloch eine 3,00 m lange Injektionslanze eingestellt.

Harzinjektionskörper verspannen Baugrund

Die Lanze befindet sich in einem geschlossenen Geotextilschlauch mit vorkonfektionierter Länge. Durch die Lanze wird das Zweikomponenten-Expansionsharz mittels elektronischer Steuerung ziehend von unten nach oben in den Textilschlauch gepresst. Durch die Volumenvergrößerung der Harze (Polymerisation) und die dabei entstehende Expansionskraft (bis 200 kN/m² in Abhängigkeit vom Widerstand der Umgebung und der Baukonstruktion) wird der Untergrund radial nachverdichtet / verspannt, während sich der Textilschlauch säulenartig von unten nach oben ausdehnt (maximaler Außendurchmesser bis ca. 330 mm). Der schnell aushärtende, säulenartige Harzinjektionskörper koppelt dabei die Tragschicht / Fundamentsohle mit den tragfähigeren Bodenzonen, die ab Tiefen von ca. 2,30 m anstehen.

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