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Baugrundverstärkung für denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus in Waren

Umfang/Dauer
ca. 8 lfm Fundament, 2 Arbeitstage
Einsatzort
17192Waren

Auffüllung lässt Denkmal sacken

Alter schützt vor Setzungen nicht – Ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Innenstadt von Waren (Müritz) zeigte deutliche Rissbildungen, obwohl es schon mehr als 100 Jahre steht. Letztlich hatten sich die Auffüllungen über den in diesem Bereich häufig wechselnden Untergründen mit Anteilen aus Schluff, Torf und Mudde mit der Zeit gesetzt. Das Injektionsverfahren von URETEK schaffte innerhalb von 2 Tagen Abhilfe.

Das Wohn- und Geschäftshaus in Waren (Müritz) zeigt seit etwa 30 Jahren so starke Risse in den  Außenwänden, dass es oberhalb des Eingangs nicht mehr genutzt werden konnte. Da sich der denkmalgeschützte Bau direkt in der Fußgängerzone der Innenstadt befindet, wirkte er sich als letztes unsaniertes Gebäude zudem sehr nachteilig auf das Stadtbild aus. Das Gebäude ist lediglich teilunterkellert. Im Bereich der Einfahrt befindet sich auf der kompletten Gebäudetiefe kein Keller.

Eine Rammkernsondierung bis in eine Tiefe von  7,00 m unter Geländeoberkante (GOK) ergab folgende Schichtenfolge:

  • aufgefüllter Boden bis 2,50 m unter GOK, aus Fein- bis  Mittelsand mit zum Teil schwach humosen und schluffigen Bestandteilen sowie Beton- und Ziegelresten
  • darunter bis 3,30 m humoser, schluffiger und feinsandiger Mittelsand
  • darunter folgt eine 20 cm dicke Torfschicht
  • bis 6,10 m unter GOK steht Fein- bis Mittelsand an
  • darunter folgt eine 40 cm dicke Schluffschicht
  • bis 7,00 m unter GOK Sand

Grundwasser wurde zum Zeitpunkt der Erkundungen in einer Tiefe von 2,70 m unter GOK angetroffen. Ein Anheben des abgesackten Gebäudeteils schied als Lösung aus, da sowohl der Baugrund, als auch der bereits zu lange andauernde Mangel mit Materialzersetzung im Fugenbereich dies nicht mehr zuließen. In Frage kam also nur eine Beendigung der Setzungen durch eine Untergrundstabilisierung. Mit URETEK DeepInjection sollte der Baugrund unter den Fundamenten und somit die Giebelwand zum Nachbargebäude stabilisiert werden.

Sanierung mit URETEK

Entlang der Giebelwand wurden im Abstand von ca. 0,80 m Bohrlöcher mit Ø 16 mm gesetzt. In diese Bohrlöcher wurden Injektionslanzen bis ca. 3,8 m unter GOK geführt mit denen das Zweikomponenten-Expansionsharz von URETEK flüssig und unter kontrolliertem Druck in den Baugrund gepresst wurde. Durch die Volumenvergrößerung der Harze (Polymerisation) und die dabei entstehende Expansionskraft (bis zu 2.000 kN/m²) wird der Untergrund örtlich aufgesprengt. Die Expansion der Harze erfolgt in Richtung des geringsten Widerstandes und damit genau dort hin, wo die Verstärkung notwendig ist. Dabei bilden sich vertikale, fein verästelte Harzlamellen aus, die zunächst eine horizontale Verspannung im Baugrund bewirken. Mit weiterer Verdichtung des Baugrundes wachsen die Horizontalspannungen im Boden bis auf das Maß der vertikalen Auflast an. Dabei kommt es lokal begrenzt zu einer Anhebung von mind. 0,5 mm.

Aufgrund der extrem kurzen Reaktionszeit der Harze und der millimetergenauen Laser-Überwachung, wird der Injektionsprozess genau kontrolliert und gesteuert. Die am Bauteil befestigten Laserempfänger registrieren jede Ausweichbewegung der Baukonstruktion und der Umgebung und belegen die gestiegene Tragfähigkeit des Untergrunds unter der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Belastung. Die Stabilisierung der ca. 8 lfm Fundamente war schon nach 2 Arbeitstagen vor Ort, erledigt. Danach konnte das Gebäude fachgerecht saniert werden und ist jetzt wieder ein stattlicher Repräsentant der Neorenaissance im Warener Stadtbild. URETEK ist mit seinen Technischen Beratern bundesweit verfügbar und sorgt für eine kompetente Vor-Ort-Betreuung vom ersten bis zum letzten Sanierungsschritt.