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Baugrundverstärkung und Anhebung einer Gleisanlage in Mannheim

Umfang/Dauer
ca. 420 lfm Gleisbett, 21 Tage
Einsatzort
68159Mannheim

Pünktlichkeit durch Anhebung des Schienenweges wieder garantiert

Bis nahezu auf Schrittgeschwindigkeit mussten die Stadtbahnlinien 3 und 9 ihre Fahrten im Bereich der Steubenstraße in Mannheim-Neckarau reduzieren. Zu sehr ging es auf und ab: Absenkungen der Schienengleise erschwerten den Fahrern einen fahrplanmäßigen Verkehr. Die Anhebung der Betonbalken und eine Bodenstabilisierung unterhalb der Schienenanlage waren dringend notwendig. Die Bodeninjektionen des URETEK-Expansionsharzes unter die Schienengleise bewirkten eine Bodenverdichtung, womit die Gleisanlage wieder ins Lot gebracht wurde. Berg- und Talfahrten gehören somit der Vergangenheit an.

Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH plante in einem Streckenabschnitt von circa 420 Gleismetern eine Stabilisierung und Anhebung der vorhandenen Gleisanlagen, die auf Betonlängsbalken ruhen. Bei der Ausschreibung kam es den Verantwortlichen vor allem darauf an, dass die Sanierungsmaßnahmen, in Form der Anhebung des Schienenweges, bei laufendem Betrieb ausgeführt werden. Darüber hinaus musste bei allen Arbeiten berücksichtigt werden, dass die Fahrleitungen unter Spannung stehen und nicht abgeschaltet werden können.

Bodenstabilisierung wird große Herausforderung für die beteiligten Unternehmen

Die Gleise sind auf parallel durchlaufenden Betonlängsbalken befestigt. Diese hatten sich in dem betroffenen Streckenabschnitt an mehreren Stellen bis zu ca. 5 cm, in Teilbereichen sogar auch darüber, abgesenkt. Als eine Ursache wurde eine anhaltende Bodenschrumpfung durch die Platanen im Umfeld der Gleisbereiche gesehen. Eine andere ist die geringe Konsolidierung der bindigen Auffüllungen unter der Schottertragschicht. Durch eine in der Vergangenheit durchgeführte Bodenstabilisierung, hatte die Rhein Neckar Verkehr GmbH bereits gute Erfahrungen mit der URETEK-Methode gesammelt. Eine erneute Zusammenarbeit mit dem Baugrundspezialisten zur Anhebung der Schienenwege lag somit auf der Hand. So wurden entlang der Betonlängsbalken Bohrlöcher zur Bodenverfestigung mit 16 mm Durchmesser gesetzt. Durch die eingebauten Injektionslanzen wurde ein 2-Komponenten-Expansionsharz flüssig und unter kontrolliertem Druck schräg von außen unter die Schottertragschicht in den Baugrund gepresst. Durch die Polymerisation des Harzes und die dabei entstehende Expansionskraft wurde im Baugrund zunächst eine horizontale Verspannung und Verdichtung bewirkt. Durch weitere gezielte Materialzugabe wurden die abgesackten Betonlängsbalken millimetergenau auf das geforderte Randniveau des Schienenwegs angehoben. Der gesamte Prozess wurde von URETEK durchgehend messtechnisch begleitet.

Bodenstabilisierung durch erfahrene URETEK Mitarbeiter überzeugt

Da die Baustelle in einem Wohngebiet liegt, wurde zudem gefordert, dass eine Belästigung durch den Baubetrieb, insbesondere durch Staubentwicklung, Baulärm und Verschmutzungen auf ein absolutes Mindestmaß beschränkt werden sollte. Auch das stellte für das URETEK-Team kein Problem dar. Ebenso wenig die kreuzenden Versorgungsleitungen, Kabelkanäle, Fahrleitungsmaste, Schächte, Erdungsleitungen usw., die bereits im Vorfeld der Arbeiten erkundet wurden. Bereits nach nur vier Wochen war die Anhebung des Schienenwegs inkl. der Bodenstabilisierung durchgeführt. Die Stadtbahn kann seitdem wieder in flotter Fahrt den betroffenen Bereich passieren. Nach Beendigung dieses Projektes wurden in einem weiteren Abschnitt mehrere hundert Meter der Schienenwege wieder angehoben und der Boden stabilisiert.

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