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Betonbodenanhebung im Hochregallager in Neunburg

Umfang/Dauer
ca. 350 m² Betonboden, 3 Tage
Einsatzort
92431Neunburg

Baugrund verrottet – Hochregallager sackt ab

Knabbergebäck wird als leichter Snack angesehen, im Hochregallager eines international agierenden Herstellers kam es aber trotz des geringen Gewichts der Produkte zu Setzungen. Das Befahren der Stellplätze mit den Flurförderfahrzeugen war nicht mehr möglich. Durch die Injektion von Expansionsharzen in den Baugrund wurde der Betonboden wieder millimetergenau angehoben.

Die Bodenplatte in dem Lager ist ca. 20 bis 22 cm stark und besteht aus einem Walzbeton. Unter der Tragschicht liegt aufgefüllter Boden in lockerer Lagerung, der Bestandteile aus dem Produktionsprozess (Kartoffelschalen) sowie Sande und Tone enthält. Die organischen Bodenbestandteile sind mit der Zeit verrottet, was zu Setzungen bis zu 4 cm geführt hat.

Durchgehender Betrieb erfordert minimal-invasive Sanierung

Die gesamte anzuhebende Fläche beträgt ca. 350 m². Da das Lager durchgehend in Betrieb ist, kam nur ein minimal-invasives Sanierungsverfahren in Frage, aus dem keinerlei Betriebsausfall resultiert. Und so entschieden sich die Betreiber – wie schon Jahre zuvor an anderer Stelle – für das URETEK-Verfahren. Dabei werden im Setzungszentrum des Sanierungsbereichs Bohrlöcher (Ø 14 bis 16 mm) im Betonboden angelegt und jeweils eine 12 mm-Injektionslanze in die entsprechende Tiefe abgeteuft. Anschließend wird das Zweikomponenten-Expansionsharz gezielt in die zu verstärkenden und mit Volumen aufzufüllenden Tiefenbereiche injiziert. Dabei bilden sich fein verästelte vertikale Harzlamellen aus, die zuerst eine horizontal wirkende Verdichtung im Boden bewirken. Mit Zunahme der Vertikalspannungen zeigen sich minimale Anhebungsreaktionen über der Injektionsstelle, also am Betonboden selbst. Durch die Volumenvergrößerung der Harze (Polymerisation) und die dabei entstehende Expansionskraft (bis 300 kN/m²) wird die Anhebung des Betonbodens in Einzelschritten, ausgehend von den Tiefpunkten des Fußbodens, auf das Umgebungs- bzw. Ursprungsniveaus realisiert.

3 Arbeitstage für 350m²

Wegen der kurzen Reaktionszeit der Harze und der millimetergenauen Überwachung durch die Nivellierlaser wird der ganze Prozess genau kontrolliert und gesteuert. Bereits nach 15 Minuten hat das injizierte Harz annähernd seine Endfestigkeit erreicht. Die bearbeiteten Bereiche können somit direkt anschließend wieder genutzt und befahren werden. Für den gesamten Leistungsumfang der Anhebungsarbeiten waren lediglich 3 Arbeitstage in Nachtarbeit notwendig.

Sehen Sie hier das Video zum Projekt.