Fundamentertüchtigung an einer Sportschule
Auf einen Blick
Für die geplante Aufstockung und Erweiterung zweier Gebäude der Sportschule Hennef war eine präventive Baugrundverstärkung erforderlich. Die bestehenden Streifenfundamente sollten künftig deutlich höhere Lasten aufnehmen – eine Erhöhung der Sohlpressung von 220 kN/m² auf bis zu 350 kN/m² war prognostiziert. Zur Sicherstellung der Standsicherheit kam es in Absprache mit dem Baugrundgutachter zur Anwedung des URETEK Verfahrens.
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Zusätzliche Geschosse und ein Anbau
Im Rahmen der geplanten Aufstockung und Erweiterung der Gebäude „Umkleide“ und „Hausmeisterwohnung“ der Sportschule Hennef wurde eine Baugrundverstärkung notwendig, um die erhöhten Lasten auf die bestehenden Streifenfundamente sicher abtragen zu können. Die Gebäude sollten jeweils um ein weiteres Geschoss sowie einen nicht unterkellerten Anbau erweitert werden. Da die neuen Stockwerke breiter als die bestehenden sind, wurden zusätzliche Fundamente erforderlich. Die bestehende Dachkonstruktion wurde entfernt, um die neue Bodenkonstruktion direkt auf die alten Decken aufzulegen.
Ohne Verstärkung nicht ausreichend tragfähig
Die Baugrunduntersuchungen zeigten, dass unter den Fundamenten weiche, teilweise breiige Böden vorliegen, die ohne Verstärkung nicht ausreichend tragfähig wären. Daher wurde das Tiefeninjektionsverfahren „URETEK DeepInjection®“ eingesetzt, bei dem ein spezielles Zweikomponenten-Expansionsharz in den Boden injiziert wird. Dieses Harz erzeugt eine Expansionskarft von bis zu 500 kN/m², wodurch der Baugrund verfestigt und dessen Tragfähigkeit erhöht wird.
Die Injektionsarbeiten wurden in mehreren Bauabschnitten durchgeführt. Zunächst wurden Bohrlöcher in Abständen von 0,6 m bis 0,8 m unter den Fundamenten gesetzt, in die die Injektionslanzen eingebracht wurden. Die Injektionen erfolgten je nach Bereich in Tiefen von 2,0 m bis 5,0 m. Besonders im Bereich der „Umkleide“ war aufgrund der breiigen Schluffe eine zweite Injektionskampagne notwendig, um nach dem Absinken des Porenwasserdrucks entstandene Hohlräume erneut zu verfüllen und die Tragfähigkeit dauerhaft zu sichern.
Während der Injektionen wurden Hebungsreaktionen von bis zu 3,0 mm am Gebäude registriert, was als Nachweis für die erfolgreiche Bodenverdichtung und Tragfähigkeitssteigerung diente. Die Überwachung erfolgte mit Laserempfängern und elektronischen Schlauchwaagen. Insgesamt wurden knapp 5.000 kg Harz eingebracht.
Hebungsmessung bestätigt die Wirkung
Zusätzlich wurden Schrägbohrungen aus dem Keller der „Umkleide“ vorgenommen, um unzugängliche Fundamentbereiche zu erreichen. Auch hier wurde die Wirkung der Injektionen durch Hebungsmessungen bestätigt.
Die abschließende Bewertung zeigt, dass durch die Baugrundstabilisierung mit dem URETEK Verfahren die Tragfähigkeit des Bodens für zusätzliche Lasten deutlich erhöht und zukünftige Setzungenrisiken minimiert wurden. Die Arbeiten wurden in der gewohnten URETEK Qualität sowie termingerecht und zuverlässig durchgeführt.
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