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Fundamentertüchtigung bei einem Berufskolleg in Dortmund

Ausgangssituation
Fehlerhafte Gründung
Umfang/Dauer
365 lfm Fundament, ca. 5 Wochen
Einsatzort
44135Dortmund

Expansionsharz hebt fünfgeschossiges Gebäude

Der Umbau von historischen Gebäuden stellt an die Beteiligten hohe Anforderungen. Wenn sich dann noch herausstellt, dass die Fundamente in aufgefüllten, teils organischen Böden liegen, wird die Aufgabe nicht leichter. Wie gut, dass es ein Verfahren zur zerstörungsfreien Baugrundertüchtigung gibt.

Der Rat der Stadt Dortmund beschloss die Sanierung und Erweiterung des Fritz-Henßler-Berufskollegs in der westlichen Innenstadt. Das Gebäude wurde zwischen 1909 und 1913 errichtet und nach einer teilweisen Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs wieder aufgebaut und erweitert. Weite Teile des Gebäudes stehen unter Denkmalschutz.

Baugrundverstärkung für zusätzliche Lasten

Die Baumaßnahme am Berufskolleg wird von der Städtischen Immobilienwirtschaft Dortmund durchgeführt. Die Grundsanierung am denkmalgeschützten Bestand berücksichtigt die fachgerechte Entkernung und Sanierung sämtlicher Räume. Außerdem erhält das Bestandsgebäude eine Erweiterung durch zwei moderne Ergänzungsbauten. In den Außenwänden im mittleren sowie am nördlichen Bauwerksabschnitt sind ausgeprägte Setzungsrisse vorhanden. Um nach der Sanierung weitere Setzungen zu vermeiden und die vorhandenen Setzungsrisse schließen zu können, soll der Baugrund für die zusätzlichen Lasten verstärkt werden. Bei dem betroffenen Berufskolleg handelt es sich um ein fünfgeschossiges Gebäude, über Streifenfundamente gegründet.

Gründung nicht tragfähig

Die durchgeführten Bodenuntersuchungen/Sondierungen ergaben anstehende Auffüllungen (Arbeitsraumverfüllungen des Bauwerks). Diese setzen sich zum überwiegenden Teil aus schluffig-kiesigem Sand, der mit Bauschutt, Asche, Schlacken und Bergematerial versetzt ist, zusammen. Diese Auffüllungen reichen in eine Tiefe bis zu 4,20 m unter GOK (Geländeoberkante) und haben eine überwiegend dichte Lagerung. Unterlagert werden die Auffüllungen im mittleren Bereich des Kollegs von Schluffen mit organischen Anteilen. Die Fundamente des Gebäudes wurden in diese nicht tragfähigen, organischen Böden gesetzt. Die Mächtigkeit der organischen Bodenschichten ist laut Gutachten mit bis zu einem Meter anzugeben. Unterhalb der organischen Böden steht feinsandiger Schluff an. Als Ursache für die aufgetretenen Schäden im mittleren Bauabschnitt wird im Gutachten die Gründung in die humosen Böden benannt. Beim nördlichen Bauabschnitt liegt die Setzungsursache laut Gutachten darin, dass dieser Bauteil eine Gründungsebene höher gegründet und nicht kraftschlüssig auf dem anstehenden Untergrund angesetzt ist.

Sanierung mit DeepInjection

Es wurde besprochen, mit Hilfe der URETEK-DeepInjection®-Methode vorhandene Hohlräume aufzufüllen, den Baugrund zu verstärken und damit den durchgehenden Kraftschluss zwischen Fundamentsohle und Baugrund wiederherzustellen. Und so wurden weite Teile der Fundamente des Kollegs durch die Injektion des URETEK-Expansionsharzes für die zukünftigen Lasten ertüchtigt. Der zuständige Projektleiter, Dipl.-Ing. Dirk Hessler, zeigte sich sehr zufrieden: „Alle anderen Möglichkeiten zur Baugrundverstärkung hätten weitaus mehr Zeit in Anspruch genommen.“.

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