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Fußbodenanhebung in einem Lebensmittelmarkt in Wellheim

Umfang/Dauer
4 Arbeitstage
Einsatzort
91809Wellheim

Baugrundstruktur lässt Lebensmittelmarkt erneut sacken

Schwierige Bodenverhältnisse führten bei einem Lebensmittelmarkt in Wellheim bereits zum zweiten Mal zu Setzungen und Absackungen des Betonfußbodens. Nach einer erfolgreichen ersten Sanierung mit der URETEK-FloorLift®-Methode im Jahre 2008 setzten auch dieses Mal die Betreiber auf eine Fußbodenanhebung durch URETEK.

Im Jahr 2002 plante die Handelskette die Errichtung eines neuen Lebensmittelmarktes im bayerischen Wellheim. Ein im Vorfeld durchgeführtes Bodengutachten ergab eine für die Region des alten Donautals typische Schichtenfolge aus bindigen Böden über Torf und Donaukies über tiefer anstehendem Festgestein des Jura. Dieser im oberen Bereich stark kompressible Baugrund ließ bei Belastungen Setzungserscheinungen erwarten. Einzig die tiefer anstehenden Donaukiese wurden als tragfähiger Baugrund eingestuft, so dass für die tragende Konstruktion des Lebensmittelmarktes eine Tiefgründung gewählt wurde. Das Risiko von Setzungen wurde durch den Bauherrn bewusst in Kauf genommen.

Prognostizierte Setzungen sind eingetreten

Die Grundfläche des Lebensmittelmarkts beträgt circa 1.200 Quadratmeter. Die tragende Konstruktion des Marktes ruht auf Einzelfundamenten mit einer Pfahlgründung und Fundamentbalken. Der Bodenaufbau sah wie folgt aus: Betonboden, 20 Zentimeter stark, bewehrt mit einer Nutzschicht aus Fliesenbelag im Mörtelbett, schwimmend verlegt auf circa 30 Zentimeter Schottertragschicht, auf bis zu 50 Zentimeter mächtigen Auffüllungen aus Abraummaterial. Wie im Bodengutachten prognostiziert kam es in den folgenden Jahren zu Setzungserscheinungen, da die unterlagernden Torfe aufgrund der Eigenlast der Auffüllungen und des Betonbodens zusammengedrückt wurden. In Folge dessen sackte der Betonfußboden des Lebensmittelmarktes bis zu 60 Millimetern ab.

Neubau von Parkplätzen sorgte für erneute Setzungen

Eine erfolgreiche Fußbodenanhebung mithilfe der URETEK-FloorLift®-Methode sorgte dafür, dass der Betonfußboden wieder auf ein einheitliches Umgebungsniveau gebracht wurde. Beim Neubau von Parkplätzen im Sommer 2011 wurden Verdichtungsarbeiten mit einem Plattenrüttler durchgeführt. Als Folge der Erdarbeiten kam es zu weiteren Setzungsreaktionen im Untergrund, so dass der Betonfußboden erneut bis zu 30 Millimeter absackte. Aufgrund der positiven Erfahrung mit URETEK aus dem Jahre 2008 bei der ersten Fußbodenanhebung wurde erneut eine ausgleichende Sanierung durch die Expansionsharze beschlossen.

„Überhebung“ als Puffer für weitere mögliche Setzungen

Die Sanierung mit der URETEK-FloorLift®-Methode erfolgte durch drei Mitarbeiter und den Einsatz-Lkw vor Ort. Ausgehend von den Tiefpunkten der Setzungen wurde der Betonfußboden in Einzelschritten von jeweils 20 bis 25 Millimeter durch kontrollierte Injektion von Expansionsharzen wieder auf das Umgebungsniveau angehoben. Als Puffer für mögliche erneut auftretende Setzungen wurde eine „Überhebung“ des Betonfußbodens um circa 5 bis 10 Millimeter durchgeführt. Der geringe Aufwand der Baustelleneinrichtung und das an die Ladeneinrichtung angepasste Injektionsraster ermöglichte eine Sanierung ohne eine vorübergehende Schließung bzw. Umräumarbeiten des Lebensmittelmarktes. Während tagsüber der normale Geschäftsbetrieb herrschte, wurde in Nachtarbeit nach Schließung des Lebensmittelmarkts die Sanierung des Betonfußbodens abschnittsweise durchgeführt. Auf diese Weise entstanden dem Betreiber keine Einnahmenverluste während der Sanierungsphase.