Hohlraumauffüllung und Baugrundverstärkung einer Produktionshalle in Schwarzenbek

Umfang/Dauer
ca. 270 m² Tiefen- u. Flächeninjektionen, ca. 4 Tage
Einsatzort
21493Schwarzenbek

Lockerer Baugrund – Maschine bekommt Harzfundament

Wer Präzisionswerkzeuge herstellt, der nimmt es sehr genau. Und das nicht nur mit der Qualität der hergestellten Produkte. Die Produktionsbedingungen müssen auch stimmen; dazu gehört beispielsweise der Hallenboden, der dem Gewicht und den Erschütterungen der Maschinen standhalten muss. Im beschaulichen Schwarzenbek (Schleswig-Holstein) führte das zu einem präzisen Einsatz von URETEK.

Die unbewehrte Bodenplatte wurde bei Kernbohrungen in unterschiedlichen Dicken von 19 bis 33 cm vorgefunden. Das deutet darauf hin, dass es schon beim Einbau des Fußbodens zu Setzungen gekommen ist, die durch das Einbringen einer stärkeren Betonschicht ausgeglichen wurden.

Hallenboden zeigt bis zu 5 cm Höhendifferenz

Der Fußbodenbelag ist überwiegend dreischichtig (ca. 4-5 cm Estrichbeton neu, ca. 4 cm Estrichbeton alt, 11-20 cm Betontragschicht). Unterhalb der Fußbodenkonstruktion befinden sich gemauerte, begehbare Kanäle, in denen verschiedene Leitungen verlegt sind. Der vorhandene Hallenfußboden weist Höhendifferenzen bis zu 5 cm im Übergang von nicht unterkellerten zu unterkellerten Bereichen auf. Dies veranlasste die Werksleitung im Zuge der geplanten Aufstellung einer neuen Fräsmaschine zu einer Baugrunduntersuchung.

Ursache: Nicht ausreichend verdichteter Boden

Die vom Ingenieurbüro Reinberg in Lübeck durchgeführten Erkundungen ergaben vereinzelte Hohlräume unter dem Betonboden und bis ca. 2,50 m unter Oberkante Hallenboden locker gelagerte Auffüllungen mit Bauschutt- und Schlackeresten.
So wurde als Ursache der Setzungen die nicht ausreichende Verdichtung der aufgefüllten Böden, die als Arbeitsraumverfüllung der Keller eingebracht wurde, identifiziert. Die zum Teil ungenügende Fußbodenkonstruktion tat ihr übriges dazu. Weiteres Setzungspotenzial ist durch das Einbringen starker Erschütterungen bzw. dynamischer Lasten durch den Maschinenbetrieb zu erwarten.

Abgesackter Boden wieder angehoben

Durch die Injektion von Expansionsharzen haben dann die URETEK-Techniker die Hohlräume aufgefüllt, den Baugrund verstärkt (für die Aufstellung der neuen Fräsmaschine) und damit den durchgehenden Kraftschluss zwischen Fußbodenkonstruktion und Baugrund wieder hergestellt. Die abgesackten Bereiche wurden dabei wieder auf das Umgebungsniveau der angrenzenden, unterkellerten Bereiche angehoben. Sven Hauptfleisch, Leiter Gebäudemanagement: „Ich bin mit der Ausführung sehr zufrieden, hier wurde zügig und strukturiert ein gutes Ergebnis erzielt.“.