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Hohlraumauffüllung und Fundamentstabilisierung bei Kaserne in Gütersloh

Objekt
Kaserne
Umfang/Dauer
ca. 45 lfm, ca. 3 Arbeistage
Einsatzort
33332Gütersloh

Einsatz an der Küchenfront

Eine der zentralen Einrichtungen in einer Kaserne ist die Küche. Dies ist bei den britischen Gaststreitkräften nicht anders. Doch der Betrieb der Großküche in Gütersloh musste gestoppt werden, da es weitreichende Setzungen gab. Um die Moral der Truppe nicht zu schwächen, musste schnell gehandelt werden.

Das Schadensbild im Westflügel der Großküche ließ auf lastunabhängige Sackungen schließen. Die in Massivbauweise errichtete Hallenkonstruktion ruht auf Streifenfundamenten in frostsicherer Einbindetiefe, die im Schadensbereich nichttragenden Innenwände wurden vermutlich auf die Bodenplatte aufgestellt. Laut Baugrunduntersuchungen kommt die Fundamentsohle bis ca. 3,00 m unter Gelände in überwiegenden Fein- bis Mittelsanden zu liegen. Die Sande stehen bis ca. 1,50 m unter Gelände in lockerer bis sehr lockerer Lagerungsdichte an. Grundwasser wurde ab ca. 2,10 m unter Gelände eingemessen.

Ursachenerforschung per Kamerabefahrung

Die Schadensursache konnte durch eine Kamerabefahrung der Grundleitungen schnell ermittelt werden: Durch einen Leitungsdefekt und Ausspülungen im Fundamentbereich entstanden Hohlräume, die zum Nachsacken der Baukonstruktion führten. Um weiteren Setzungen zukünftig entgegenzuwirken, muss das gesamte Leitungssystem im Schadensbereich erneuert werden.

Kraftschluss zwischen Fundament und Baugrund mit Expansionsharz wiederhergestellt

So wurde mit Hilfe der URETEK-DeepInjection®-Methode der Baugrund unter den Streifenfundamenten der Außenwand verstärkt und durch die expandierenden Harze der durchgehende Kraftschluss zwischen Fundamentsohle und Baugrund wiederhergestellt. Zusätzlich konnten die Hohlräume unter den unterspülten Innenwänden sowie unter der lastabtragenden Stütze aufgefüllt und die Wandscheiben wieder in Richtung ihrer Ausgangslage angehoben werden.