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Hohlraumauffüllung und Fundamentstabilisierung in Pfullinger Hallen

Umfang/Dauer
ca. 53 lfm Fundament, 8 Tage
Einsatzort
72793Pfullingen

Mauerwerksrisse durch Tiefeninjektion saniert

Das Fundament ist das A und O eines jeden Gebäudes. Schlechte Tragfähigkeit führt zur Setzungen. Risse im Mauerwerk sind eine Gefahr für historische Bauwerke. Für die Pfullinger Hallen waren die Setzrisse beinahe ein Verhängnis.

Die Stadträte der Stadt Pfullingen staunten bei einer Begehung der Pfullinger Hallen: Die Begehung glich einer Bergtour. Durch Setzung war der Hallenboden zur schiefen Ebene geworden. An vielen Wänden hatten sich Risse im Mauerwerk gebildet. Die Ursache: Holzpfähle, auf denen die Hallen vor über hundert Jahren gegründet wurden. Die Pfähle hatten sich teilweise im Kopfbereich aufgelöst und führten so zu den Gebäudeschäden

Die Gründungssituation war anspruchsvoll: Kalktuffsand liegt ca. 90 cm unter der Oberkante des Kellerfußbodens. Dieser kann trockenfallen und so zur Setzung beitragen. Darüber liegt eine 30 cm dicke Torfschicht, die bereits zersetzt und nicht mehr faserig ist. Auf dieser zersetzten Schicht standen die verrotteten Pfahlköpfe, die von einer Auffüllung aus kantiger Kalksteinpacklage umgeben waren. Als Druckverteilungspolster war beim Bau der Hallen eine 20 cm dicke Magerbetonschicht über die Auffüllung gegossen worden. Darauf sitzt die Kelleraußenwand aus gemauerten Bruchsteinen.

Risse im Mauerwerk zerstören historische Wandmalerei

Die Fundamentsanierung war für die Stadt mit erheblichen Kosten verbunden. Doch es bestand Handlungsbedarf: Den detailreichen Wandmalereien im Jugendstil drohte die Zerstörung durch Setzungsrisse. Die Risse im Mauerwerk zeichneten sich nach einer aufwändigen Sanierung 1980 nun wieder deutlich ab.

Baugrundverbesserung zum Schutz eines städtischen Wahrzeichens

Die anspruchsvolle Gründungssituation sowie die historische Bedeutung der Hallen führten dazu, dass sich auf die Ausschreibung zur Sanierung nur ein Unternehmen meldete: die URETEK Deutschland GmbH. Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle informierte sich umfassend über vergleichbare Sanierungsmaßnahmen von URETEK und fasste Vertrauen.

Zitat: „Das ist das einzige Verfahren, bei dem nicht die historische Bausubstanz in Mitleidenschaft gezogen wird. Neue Fundamente aus Beton wären nur sehr aufwändig einzubringen gewesen und hätten möglicherweise das Problem der Setzungen nur unzureichend behoben.

Injektionsverfahren mit vielfältigen Möglichkeiten

Um den Gründungshorizont nachträglich zu verkitten und die zersetzte Torfschicht weiter zusammenzudrücken, kam das Injektionsverfahren von URETEK zum Einsatz. Mit der innovativen URETEK-DeepInjection- Methode füllte man vorhandene Hohlräume um die verrotteten Pfahlköpfe und innerhalb der Kalksteinpacklage auf. In zwei weiteren Schritten verspannte man den Baugrund aus Kalktuffsand bauwerksverträglich durch aufsprengende Tiefeninjektionen und verbesserte ihn so bis zur Anhebungsreaktion. Nur 8 Arbeitstage waren für die Fundamentsanierung nötig. Durch das innovative Injektionsverfahren wurde die Setzung der Pfullinger Hallen gestoppt. Die historischen Wandmalereien werden nun nicht weiter durch Setzrisse zerstört. So erfolgte die Gebäudesanierung eines historischen Gebäudes mit Hilfe einer innovativen Methode.

Die Einsatzgebiete dieser URETEK-Methode sind vielfältig:

  • privater, gewerblicher und öffentlicher Wohnungsbau
  • Industrieböden
  • Straßen, Autobahnen, Brückenrampen
  • Start- und Landebahnen (Flughafen)
  • Spezialprojekte, z.B. Silos, Wasserspeicher

URETEK ist mit seinen Technischen Beratern bundesweit verfügbar und sorgt für eine kompetente Vor-Ort-Betreuung vom ersten bis zum letzten Schritt bei der Fundamentsanierung.