Jetzt informieren:

Kohäsive Baugrundverfestigung als Unterfangungsbehelf für ein Produktionsgebäude in Augsburg

Ausgangssituation
Bedarf einer Unterfangung für Erweiterung des Bestandsgebäudes
Maßnahme
Kohäsive Baugrundverfestigung als Unterfangungsbehelf
Umfang/Dauer
10 lfm Fundament, 1 Arbeitstag
Einsatzort
86150Augsburg

Leichtes Unterfangen

Beim Schließen von Baulücken oder Erweitern von Bestandsgebäuden wird häufig eine tiefere Gründungsebene als die bestehende angelegt. Um ein Ausbrechen des Baugrunds beim Abschachten zu verhindern, ist in der Regel eine Unterfangung nötig. Dies ist nicht ganz frei von Risiken – das URETEK-Verfahren kann bei bestimmten Bodenverhältnissen Abhilfe schaffen.

Im Zuge des Neubaus einer Büro- und Produktionserweiterung direkt neben der Außenwand eines Bestandsgebäudes bei einem Augsburger Kosmetikunternehmen galt es, zwei Einzelfundamente und einen Teil der damit konstruktiv verbundenen Streifenfundamente für eine neu zu errichtende Fahrstuhlunterfahrt zu unterfangen. Die Gründungssohle der Unterfahrt kam bei ca. 0,40 m unterhalb der Gründungssohle vom Bestand zu liegen. Aufgrund der Grundwassersituation und der geringen Unterfangungstiefe von etwa 0,40 m wurde untersucht, ob auf eine klassische Unterfangung nach DIN 4123 verzichtet werden kann, wenn alternativ dazu eine Baugrundverstärkung durch das URETEK-Verfahren erfolgt.

Harz-Steinkörper soll Bestandslasten ableiten

Die Lithologie des Baugrunds wurde vom Ingenieurbüro Moser/Jaritz aus Gmunden (Österreich) als unterschiedlich sandige Kies-Stein-Gemische (teils leicht schluffig) beschrieben. Es wurde vereinbart, mit Hilfe der DeepInjection®-Methode die Gründungsböden unter den Fundamenten so zu verfestigen und zu verspannen, dass die Erdmassen im Zuge des senkrechten Freischachtens auf ca. 0,40 m Tiefe unter Fundamentsohle bis zur Fertigstellung der geplanten Neubaufundamente (Bauzustand) ausreichend standsicher bleiben und unkontrollierbaren Ausbrüchen damit ausreichend vorgebeugt ist. Die im Gründungsbereich anstehenden Böden sollen zu einem verkitteten Harz-Steinkörper ertüchtigt werden, um die Bestandslasten für den temporären Bauzustand unter die geplante Aushubsohle abzuleiten.

URETEK-Harze eignen sich zur Unterfangung

Wie nach den Aushubarbeiten festzustellen ist, füllt das Injektionsmaterial Hohlräume/Porenvolumina des Baugrunds aus und erzeugt eine Verklebung der Körner. Weiterhin sind Harzlamellen ersichtlich, welche den Boden geogitterähnlich bewehren und das Aktivieren von Rutschungen der Erdmassen vermeiden. Die URETEK-Harze sind unter der Fundamentsohle je nach Porenvolumengehalt des Kieses bzw. des Schotters stochastisch verteilt. Die Verfestigung des Bodenkörpers im Sinne einer Unterfangung resultiert jedoch in erheblichen Maße aus der Verspannung des Bodens zwischen Fundamentsohle und dem tieferen Baugrund.

cache is set: 0.05363