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Präventive Baugrundverstärkung zur Aufstockung des Haus des Hopfens in Wolnzach

HAUS DES HOPFENS STEHT JETZT AUF SCHAUM

Das Haus des Hopfens in Wolnzach ist ein höchst effektives Aktionszentrum – einmalig in der gesamten Hopfenwelt! Mitten in der Hallertau gelegen bietet es Dienstleistungen von der Anbauberatung über die Vermarktung bis zur Steuererklärung. Um der zunehmenden Nachfrage Herr zu werden, ist eine Aufstockung des dreigeschossigen Baus geplant. Nicht ohne vorherige Baugrundverstärkung, denn die Grundbruchsicherheit muss gewährleistet sein. Die Baugrundsoftware GGU-Footing lieferte dazu die entsprechenden Nachweise.

Das Gebäude ist ein dreistöckiger Massivbau aus den 1960-er Jahren und soll um ein weiteres Stockwerk in Leichtbauweise aufgestockt werden. Das Dach wurde als Flachdach ausgeführt. Die Tragkonstruktion besteht aus Flachdecken und Stützen in Stahlbetonbauweise. Die Gründung des voll unterkellerten Bauwerks erfolgte auf Einzel und Streifenfundamenten mit einer Einbindetiefe von 0,60 m unter OK Kellerbodenplatte (30 cm stark, 2-lagig bewehrt). Bezogen auf das Außengelände kommt die Fundamentsohle somit zwischen 1,70-2,00 m Tiefe unter GOK zu liegen. Die Streifenfundamente weisen eine Breite von ca. 0,8 m auf. Die Abmessungen der Einzelfundamente wurden mit 1,70 m x 2,30 m angegeben. Laut geotechnischem Untersuchungsbericht kommt die Fundamentsohle innerhalb von Lehmböden zu liegen, welche als stark sandige Schluffe und schluffig, sandige Tone beschrieben sind. Die Konsistenz der Lehmböden liegt im Übergangsbereich von halbfest zu fest. Die derzeit zulässigen Bemessungswerte für den Sohlwiderstand wurden vom Gutachter mit 360 kN/m² für die Einzelfundamente und 260 kN/m² für die Streifenfundamente berechnet.

Fundamentnahe Gründungsböden müssen verstärkt werden

Ausschlaggebend für den Bemessungswert des Sohlwiderstands waren hierbei die Grundbruchberechnungen. Um die aufstockungsbedingten Lasterhöhungen in den anstehenden Gründungsböden bauwerksverträglich abtragen zu können, soll eine Baugrundverstärkung erfolgen. In Folge der Aufstockung ist somit ein Bemessungswert für den Sohlwiderstand von 600 kN/m² (charakteristische Bodenpressung ca. 460 kN/m²) einzuhalten. Der Gutachterempfehlung folgend sollen mit Hilfe der URETEK-DeepInjection®-Methode die fundamentnahen Gründungsböden bis ca. 3,0 m unter FUK so verstärkt werden, dass eine bauwerksverträgliche Lastabtragung gemäß Standsicherheits-/Gebrauchstauglichkeitsnachweis gegeben ist. Ausschlaggebend für die Empfehlung ist der minimal-invasive Eingriff in die Bausubstanz der innovativen Injektionsmethode, die kurze Baustellenzeit und die überzeugende Wirtschaftlichkeit.

Von OK Kellerbodenplatte aus wurde durch Injektionslanzen das Zweikomponenten-Expansionsharz flüssig und unter kontrolliertem Druck direkt unter die Fundamentsohle und bis ca. 2,40 m unter die Gründungssohle in den Baugrund gepresst. Die Expansion der Harze erfasste den von Spannungen beeinflussten Bereich der Fundamente mittels aufsprengender Injektionen bis zu einer Tiefe von ca. 3,00 m unter Fundamentsohle (kohäsive Verkittung).

Standsicherheit nachgewiesen

Auf Grundlage von verbesserten Bodenkennwerten nach der Baugrundverstärkung mit dem URETEK-Verfahren wurden dann im Vorfeld der Aufstockung Standsicherheits- und Gebrauchstauglichkeitsberechnungen vom Baugrundgutachter durchgeführt. Unter Berücksichtigung der von URETEK vorgegebenen Bodenkennwerte in Form eines mittleren Reibungswinkels von 27,5° (Lehm)/35° (Sand), einer mittleren Kohäsion von 20 kN/m² (Lehm und Sand) sowie einem mittleren Steifemodul von 10 MN/m² (Lehm)/ 60 MN/m² (Sand) für die Gründungsböden bis 3,00 m Tiefe unter Fundamentsohle, konnte die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit der geplanten Einzelfundamente nachgewiesen werden.

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