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Präventive Fundamentverstärkung eines Supermarktes auf Hiddensee

Umfang/Dauer
8 Einzelstützenfundamente, ca. 1,5 Tage
Einsatzort
18565Vitte auf Hiddensee

Präventiver Einsatz auf Hiddensee

Der EDEKA-Markt in Vitte auf der Insel Hiddensee soll umgebaut werden. Im Zuge der Baumaßnahme werden bestehende Wände rückgebaut, wodurch es zu Lastumlagerungen kommt. Für die Fundamente ergeben sich größere Sohldrücke als bisher angenommen. Die Grundbruchsicherheit soll gewährleistet werden – ein Fall für URETEK.

Im Bereich des am stärksten betroffenen Einzelfundaments wurden Baugrunduntersuchungen vom Ingenieurbüro IB.M Geotechnik aus Stralsund durchgeführt. Anhand der ausgeführten Rammsondierung wurde die Lagerungsdichte der anstehenden Sande als mitteldicht bzw. mitteldicht bis dicht (Schlagzahlen 8 bis 40) angesprochen.

Verstärkung der Stützen

Von den Planern wurde vorgesehen, mit Hilfe der DeepInjection®-Methode unterhalb der Stützen den anstehenden Feinsand bis in eine Tiefe von 3,00 m unter Bohransatzpunkt zu verstärken und zu verspannen, so dass ein durchgehender Kraftschluss zwischen dem Baugrundund und der Gründungssohle hergestellt wird.

Von innen wurden im Bereich der Einzelfundamente Bohrlöcher mit Ø 16 mm gesetzt, durch die Injektionslanzen bis ca. 3,00 m unter Bohransatzpunkt geführt wurden. Durch die Lanzen wurde das Zweikomponenten-Expansionsharz flüssig und unter kontrolliertem Druck in den Baugrund gepresst. Durch die Volumenvergrößerung der Harze (Polymerisation) und die dabei entstehende Expansionskraft wurde der Untergrund örtlich aufgesprengt. Dabei bildeten sich vertikale, fein verästelte Harzlamellen aus, die zunächst eine horizontale Verspannung im Baugrund bewirkten. Um sicherzustellen, dass die Injektionen jeweils das Optimum an Bodenverbesserung erreichen, wurde jede Injektion bis zu einer Hebungsreaktion bis zu 2 mm durchgeführt. Diese ist zusätzlich zur Komprimierung des Bodens durch die Injektionen als Setzungsvorwegnahme zu betrachten.

Die Grundleitungen der Regen- und Schmutzwasserentwässerungen im zu bearbeitenden Bereich wurden im Vorfeld gekennzeichnet und während der Injektionsarbeiten beobachtet. Dadurch sollte verhindert werden, dass Injektionsmaterial in die Rohre eintreten kann.

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