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Aufstockung eines Wohn- und Geschäftshauses in Rosenheim

Umfang/Dauer
40 lfm Fundament, 2 Arbeitstage
Einsatzort
83022Rosenheim

Erhöhte Tragfähigkeit

In Rosenheim sollte ein Wohn- und Geschäftshaus aus dem 19. Jahrhundert aufgestockt werden. Um den Boden unter den bestehenden Streifenfundamenten für die bevorstehende Lasterhöhung zu verstärken, setzte man die URETEK-DeepInjection®-Methode ein. Auf diese Weise ließ sich die Tragfähigkeit des Baugrunds problemlos und schnell erhöhen.

 Um 1860 war das Wohn- und Geschäftshaus in Rosenheim errichtet worden. Trotz seiner maroden Bausubstanz erwog die Eigentümerin eine Aufstockung von zwei auf drei Etagen mit Dachgeschoss. Zugleich Inhaberin des Schuhgeschäftes im Erdgeschoss des Hauses, legte sie Wert darauf, dass die Arbeiten schnell und bei laufendem Verkaufsbetrieb vonstattengehen konnten.

Veraltete Gründungstechnik

Bei der Prüfung der Gründungssituation zeigte sich, dass die 30 Zentimeter breiten und 50 Zentimeter tiefen Streifenfundamente aus unbewehrtem Stampfbeton weder frostsicher noch nach dem Stand der Technik errichtet worden waren. Sie gründeten auf überwiegend locker gelagerten, stark sandigen Feinkiesen einer Auffüllung, die auf einer dünnen, weichen Auelehmlage ruhte. Erst ab Tiefen von etwa 1,70 bis 2,60 Metern unter Geländeoberkante folgten gut tragfähige, mindestens mitteldicht gelagerte Innsande. Die zulässigen Bodenpressungen für die Fundamente waren bereits damals bei weitem überschritten, weshalb das Gebäude auch schon seit vielen Jahren starke Risse aufwies. Laut Planung war jedoch durch die Aufstockung von Lasterhöhungen um den Faktor vier auszugehen.

Mehrere Wege zur Tragfähigkeitssteigerung

Architekt Ingo Stofft vom Rosenheimer Planungsbüro „Harmonie- Haus“ hatte nun zu klären, wie eine Tragfähigkeitssteigerung der Fundamente am schonendsten und wirtschaftlichsten zu erreichen sei. Zunächst erwog er den Einsatz einer klassischen Unterfangung über Mikropfähle. Diesen Ansatz verwarf er jedoch aus Kostengründen und den damit verbundenen umfangreichen baulichen und betrieblichen Eingriffen innerhalb der Verkaufsräume des Schuhhauses schon bald wieder. Der Rosenheimer Statiker Martin Guggenbichler brachte schließlich die DeepInjection-Methode® von URETEK ins Spiel.

Erhöhte Tragfähigkeit durch Expansionsharz

Von außen und teilweise von innen setzten die Techniker von URETEK im Abstand von etwa 60 bis 80 Zentimetern Bohrlöcher mit 16 Millimeter Durchmesser. Darin führten sie Injektionslanzen bis etwa 2,00 bis 2,60 Meter unter Geländeoberkante, durch die sie das Zweikomponenten-Expansionsharz in den Baugrund pressten. Infolge der Expansion der Harze ließ sich der Boden unter den Streifenfundamenten so verstärken und verdichten, dass ein verbesserter Baugrund mit erhöhter Tragfähigkeit erreicht wurde. Im Boden vorhandene Hohlräume konnten zugleich aufgefüllt werden. Im Rahmen der Bodenverbesserung wurden die Fundamente um durchschnittlich ein bis zwei Millimeter bauwerksverträglich angehoben.

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